caret-down caret-up caret-left caret-right
Co-Studienleiter Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl

»Männergesundheit ist ein Thema, das leider viel zu oft vernachlässigt wird. Mit dieser Studie werden wir spannende Erkenntnisse erhalten.«

Studienleiter Prim. Univ. Prof. Dr. Martin Imhof

»Kinderwunsch-Patienten und Covid-19? Dass Covid-19 negative Einflüsse auf die Spermienqualität hat, wurde bereits gezeigt.2) Wir wollen klären, ob die Spermienqualität langfristig beeinträchtigt ist und  ob man dagegen etwas machen kann.«

Kinderwunsch: Durch COVID-Infektion geschädigte Spermienqualität lässt sich regenerieren.

Erste Ergebnisse der Pilotstudie stimmen Experten zuversichtlich: Einnahme spezieller Mikronährstoffe hilft.

Dass es einen Zusammenhang zwischen überstandener Corona-Erkrankung und verminderter Fruchtbarkeit bei Männern gibt, ist inzwischen bekannt. Zum Jahresende publizierte ein Wissenschaftler-Duo der University of Georgia im renommierten Fachmagazin „Nature Reviews Urology“ ihre Analyse zu allen bisher verfügbaren Studien.
Ergebnis: Das Corona-Virus attackiert den Körper an vielen Fronten, auch an den männlichen Geschlechtsorganen. Damit kann die männliche Fortpflanzungsfähigkeit nachhaltig geschädigt werden.

Von Juni bis Oktober 2021 rekrutierte das Karl Landsteiner Institut für zellorientierte Therapie in der Gynäkologie Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren, die erstens zu jenem Zeitpunkt einen Kinderwunsch hatten und zweitens in den vergangenen vier Monaten nachweislich an Covid-19 erkrankt waren. In einem nächsten Schritt untersuchten die Ärzte in einem Zeitraum von 3 Monaten das Spermiogramm und die Blutwerte dieser Männer und es wurde ein oxidativer Stresstest gemacht, bei dem die freien Radikale im Spermaplasma und die antioxidative Aktivität der Spermien kontrolliert wurden.

Studienleiter Prim. Univ. Prof. Dr. Martin Imhof über die ersten Ergebnisse: „Die Spermienqualität dieser Männer konnte bereits nach 3-monatiger Anwendung um 60 Prozent verbessert werden und entsprach damit den international gültigen Normwerten, was Beweglichkeit, Form und Anzahl der Spermien anbelangt. Das ist wirklich erfreulich für die Betroffenen.“ Die Studienteilnehmer nahmen im Untersuchungszeitraum eine tägliche Kombination aus speziellen Mikronährstoffen (PROfertil®) ein.

Studien Co-Autor und Vorstand der urologischen Abteilung des Landesklinikums Baden, Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl, erklärt: „Männergesundheit ist ein Thema, das leider viel zu oft vernachlässigt wird. Die Daten stimmen zuversichtlich, dass sich die Spermienqualität unter einer Therapie verbessern lässt und dass betroffenen Männern nach einer COVID-Infektion geholfen werden kann.“

Die Publikation der endgültigen Studiendaten erwarten die beiden Experten für Mitte des Jahres. 

Zu wissen, wie es um die Spermienqualität steht, ist nicht nur für Männer mit Kinderwunsch relevant. Unfruchtbarkeit kann ein Hinweis auf einen schlechten allgemeinen Gesundheitszustand sein, das zeigen mittlerweile zahlreiche Studien.

Verminderte Spermienqualität kann hinweisen auf:

  • Krebserkrankungen, z.B. 20-fach erhöhtes Risiko für Hodenkrebs
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • chronische Erkrankungen
  • eine höhere Sterblichkeit
  • hormonelle Störungen

Ein Spermiogramm kann Ihrem Arzt wertvolle Hinweise geben, zugrundeliegende Erkrankungen zu erkennen und ggfs. gegenzusteuern.

Die Corona-Pilotstudie findet in Kooperation mit dem Unternehmen Lenus Pharma statt, das mit dem 6 -fach klinisch geprüften Produkt PROFERTIL® Weltmarktführer für Patienten mit männlicher Unfruchtbarkeit ist.

1)Pozzi E et al., Infertility as a Proxy of Men’s Health: Still a long way to go, Turk J Urol. 2021 Feb 3.
2)Gacci M et al., Semen impairment and occurrence of SARS-CoV-2 virus in semen after recovery from COVID-19; Hum Reprod 2021.